Gesund im Beruf -
Lebensqualität und Leistungsfähigkeit


14.05.2005
Nachklänge zum Seminar „Lebendige Neurobiologie für Feldenkrais-LehrerInnen" von Angelika Peters, erschienen in der Zeitschrift „Forum“ 1/2005, Zeitschrift des Feldenkrais-Verbandes Deutschland
"Nach der Einleitung in die Thematik durch A. Dalski und W. Säckl, mit viel Sachkenntnis zum Aufbau des Gehirns und der Funktionsweise des Nervensystems, erläuterte Ute Karnahl auf dieser Grundlage die Bedeutung, die Stress für das Nervensystem hat. Die Frage danach, was das Wort Stress auslöst, rief in uns Teilnehmern zunächst Assoziationen wie Unbehagen, Spannung oder Reizbarkeit wach. Aber nun zeichnen sich lebendige Organismen gerade drch ihre Reizbarkeit aus, was dann auch unseren Blick auf das Phänomen Stress verrückte. Ute Karnahl neutralisierte das Wort, indem sie die biologische Definition herausstellte: „Stress bringt Unruhe ins System“. Sie veranschaulichte die neurobiologische Zusammenhänge und führte uns mit einer gelungenen ATM dazu gleich zu einem veränderten Verständnis der Bedeutung von Stress für Lernen und Entwicklung. ...Wie wir mit Stress umgehen, man könnte auch sagen, mit unserem Bedürfnis nach Reizaufnahme, ist eine Folge davon, wie wir gelernt haben, auf Sress zu reagieren. ...So kann man nach diesem Seminar gelassen darauf vertrauen, daß sich die Erfahrung und Thoerie, die Feldenkrais-Praxis und wissenschaftliche Modelle einander annähern.
Wie die Voraussetzungen dazu beschaffen sein müssen – nämlich eine Atmosphäre zu schaffen, die das Aufnehmen von fremden und komplexen Inhalten möglich macht – davon haben die Dozenten uns eine Kostprobe vermittelt. Die Teilnehmer dankten es ihnen mit rege Beteiligung und der eindringlichen Bitte nach Fortsetzung."